Yan Vaigot

Solist, Kammermusiker, Orchestermusiker und Pädagoge.

Vita

Geboren in Französischen Grasse, erhielt Yan Vaigot seinen ersten Cellounterricht im Alter von acht Jahren bei Jean
Luc Vidal und gab sein erstes Konzert als Solist im Alter von zwölf Jahren.
An der Folkwang-UdK in Essen (Deutschland), studierte er Violoncello bei Prof.Christoph Richter und Prof. Young
Chang Cho und Kammermusik bei den Professoren Andreas Reiner und Dirk Mommertz.
Wichtige musikalische Impulse erhielt er zusätzlich von Musikern wie Wolfgang Herzer, Frans Helmerson, Jérôme
Pernoo, Rivka Golani, Gary Hoffman oder Ko Iwasaki .
Als Solist, Rezitalist und Kammermusiker wurde Yan Vaigot mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet
und nahm an internationalen Wettbewerben wie dem Antonio Janigro Senior Competition ,dem Internationalen
Johannes Brahms Wettbewerb und dem Internationalen Wettbewerb der ARD teil.
Er trat mit Künstlern wie Nils Mönkemeyer, Marc Bouchkov, Ana Mirabela Dina, Rainer Moog, Hideko Kobayashi,
Michael Hauber oder Catherine Vickers in den unterschiedlichsten Besetzungen auf und Mitschnitte seiner Konzerte
sind auf verschiedenen Radiosendern in Frankreich und in Deutschland zu hören.Er war auch Mitglied des
Klarinetten Trio “Lafroyg” bis 2018.
Yan Vaigot gastierte in ganz Europa, in den USA, in den Balkanländern und in Zentral – und Ostasien.
Neben seiner regen Konzerttätigkeit unterrichtet er immer wieder, mit großem Vergnügen.
Er war Dozent an der Ida Bieler Streicherakademie in Köln und gab Meisterkurse in Albanien, China, Taiwan,
Deutschland und Frankreich.
Yan Vaigot ist als 1. Solocellist beim Philharmonischen Orchester Hagen tätig und Mitglied des Schnitzler Quartetts.

Presse

Das erste Highlight war dabei das Konzert für Violoncello Hob. VII:2 in D-Dur von Haydn, dessen Schwungvoller Schlusssatz besonders bekannt ist. Yan Vaigot Übernahm dabei den Solopart. Zu dem Streichinstrumenten gesellten sich zwei Hörner und zwei Oboe. Der Cellist ist in den Wallgrabenkonzerten ein bekanntes Gesicht, trat er doch bereits als Mitglied des Schnitzler Quartetts auf. Es war schon beeindruckend, welche Leichtigkeit er vermittelte, wenn er mit viel Kraft die Saiten am unteren Endes der Griffbrettes herunterdrückte, um dem immensen Tonraum des Stückes gerecht zu werden. In allen Lagen überzeugte er mit einem schönen Ton, dezenter Innigkeit und großer Virtuosität. Ein zauberhaftes Adagio mit anrührenden Cello-Ton, Glanzgebenden Oboen und insgesamt dichtem Spiel war ein schöner Ruhepol, bevor das Rondothema mit seinen vielfältigen Couplets wieder mit viel Energie und Lebendigkeit einsetzte. Hiernach Gab es schon die erste Zugabe, denn das Publikum wollte Yan Vaigot nicht so einfach gehen lassen

Dieses großartige Werk bot dem ersten Cellist des Hagener Orchesters eine perfekte Bühne für seinen Soloauftritt und dem Ensemble einmal mehr die Gelegenheit zu zeigen, zu welch furiosen und faszinierenden musikalischen Reisen es fähig ist. Hochkonzentriert wagt sich Yan Vaigot an eine der anspruchsvollsten Kompositionen und erwies sich als glänzender Interpret – nicht nur er kam bei dem Spiel außer Atem! Gleich der erste Satz gelingt dem 38-jährigen Franzosen so intensiv und wuchtig, fast wütend, als wolle er doch erzählen von den bitterem Erfahrungen des Komponisten im stalinistischen Regime der Verfolgung und Unterdrückung. In Vaigots Spiel wird die gewaltige Kraft dieses Werkes fast körperlich spürbar. Sie entfaltet eine packende Intensität, der sich das Publikum nicht entziehen kann. In tiefer Trauer stimmen die Streicher die Dissonanz des zweiten Satzes an, die Klage bricht aus dem Cello heraus, findet im Orchester ihren Widerhall, bis die Celesta (Taepyeong Kwak) das Weinen überhöht und unerträglich schön macht.In der Cadenza wird Vaigots große Virtuosität hörbar zwischen rasanten Tempi und melodischen Linien, bevor er übergangslos in den letzten Satz hinein spielt. Sympathisch wie der Musiker Gerät die Zugabe : Vaigot nutzt Tschaikowskys „Valse Sentimentale“ Op.51/6 Für einen Auftritt mit seinen vier Kollegen – zur Freude des Publikums fünf Cellistin unter sich.

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